Die Industrieländer :
- wollen möglichst wenig Zugeständnisse machen
- wollen nicht mehr leisten als die direkten Nachbarn
- wollen, dass alle grossen Emittenten beim Klimaschutz mitmachen - ungeachtet der historischen Schuld
- wollen sich als Klimaretter aufspielen können
- fordern faire finanzielle und technologische Unterstützung für die Anpassung an den Klimawandel
- fordern, dass die Industrieländer bezüglich Klimaschutz mit gutem Beispiel vorangehen
Auch die Industrieländer haben bereits erste Zugeständnisse gemacht. Die USA, zusammen mit anderen Industrieländern, haben 3.5 Milliarden zur Reduktion von Treibhausgasemissionen aus der Abholzung von Wäldern versprochen. So wird der Kuhhandel weitergehen und die Positionen werden sich (hoffentlich) Schritt für Schritt annähern. Ob bis Samstag früh eine gemeinsame Mitte gefunden wird, und ob dabei ein verbindliches und faires Abkommen zustandekommt, scheint im Moment eher unwahrscheinlich. Aber: Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Übrigens: Nicht nur die Verhandlungen, sondern auch alle Vertreter der Nichtregierungsorganisationen (NRO) sind blockiert. Da die UNFCCC überraschend beschlossen hat, diese nicht mehr ins Kongresszentrum zu lassen, sind seit heute Nachmittag viele ausgesperrt - und diejenigen, die drin sind, gewissermassen eingesperrt. Enttäuschend, wie die Organisation dieses so wichtigen Gipfels abläuft.
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