Alle Länder sind sich einig, dass die Entwicklungsländer bei ihrer Anpassung an die Klimaerwärmung unterstützt werden müssen. Hier in Kopenhagen geben einzelne Länder wie z.B. Schweden neue, höhere Beträge an, die sie bereit sind zur Verfügung zu stellen. Nur sind das meistens nicht neue zusätzliche Mittel, sondern schon beschlossene Gelder aus Entwicklungshilfebudgets. Damit wird eine zentrale Forderung von Entwicklungsorganisationen nicht erfüllt: nämlich dass im Kampf gegen den Klimawandel zusätzliche Gelder gesprochen werden müssen. Ein Problem ist auch, dass es sich nur um kurzfristige Zusagen handelt. Der Kampf gegen die Klimaerwärmung muss aber langfristig geführt werden und ohne diese Sicherheit, wollen sich Entwicklungsländer auf keine eigenen Massnahmen einlassen. 'No money - do deal' lautet deren Kurzformel.
Wenn die Finanzhilfe zur Anpassung an den Klimawandel mit Geldern aus der Entwicklungszusammenarbeit bestritten wird, ändert sich die Summe der Hilfe für die Entwicklungsländer nicht. Entwicklung und Anpassung beeinflussen sich gegenseitig: Eine arme Bevölkerung kann sich zum Beispiel keinen Hochwasserschutz oder Lagerhaltung für Dürreperioden leisten und umgekehrt verschlechtert die fehlende Anpassung an den Klimawandel ihre ohnehin prekäre Situation.
Brot für alle und Fastenopfer beschäftigen sich nicht nur an der Konferenz in Kopenhagen mit dem Thema der Anpassung (adaptation). Auch in unserer Projektarbeit in den Ländern des Südens machen wir uns stark dafür, dass der Klimawandel berücksichtigt wird. In Workshops mit unseren Partnerorganisationen untersuchen wir, inwiefern bestehende oder neue Entwicklungsprojekte die lokale Bevölkerung in der Anpassung an den Klimaerwärmung unterstützen können. In Honduras, Niger, Äthiopien und Haiti hat Brot für alle zum Beispiel mit grossem Erfolg Workshops abgehalten, weitere werden folgen.
Mehr Informationen zu den Klimaworkshops von Brot für alle
"Rauch den man nicht sieht":
Ein Klimaworkshop mit Bauern und Hilfswerkvertretern in Niger